Wertaufstockung bei Einbringung eines Mitunternehmeranteils mit negativem Kapitalkonto?

Was passiert bei Einbringung eines Mitunternehmeranteils mit negativem Kapitalkonto? Saldieren mit dem positiven Kapitalkonto eines weiteren eingebrachten Mitunternehmeranteils? Oder wird das negative Kapitalkonto auf 0 Euro aufgestockt? Das waren die Streitfragen im folgenden Fall, der letztlich vom BFH entschieden wurde.

Erfahren Sie hier mehr zur Wertaufstockung bei negativem Kapitalkonto

Unterjährige Verlustzurechnung bei einer vermögensverwaltenden GbR: Auf die Vereinbarung kommt es an

Bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung von Gewinnen bzw. Verlusten einer Personengesellschaft sind die Gesellschafterstellung und die zivilrechtliche Abrede über die Gewinnverteilung entscheidend. In einem aktuellen Fall hat der BFH nunmehr entschieden, was passiert, wenn ein Gesellschafter unterjährig in eine GbR aufgenommen wird. Maßgeblich ist auch in diesem Fall in erster Linie, was die Gesellschafter über die Gewinnverteilung vereinbart haben.

Die entscheidenden Punkte der BFH-Entscheidung hier im kompakten Überblick.

So funktioniert die Bestimmung des Gewerbeertrags, wenn ein Mitunternehmeranteil veräußert wird

Grundsätzlich bemisst sich der Gewerbeertrag nach den ertragsteuerlichen Vorschriften. Dabei bestimmt § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG, dass auch der Gewinn aus der Veräußerung oder Aufgabe des Mitunternehmeranteils eines Gesellschafters zum Gewerbeertrag gehört. Dabei gibt es allerdings bestimmte Voraussetzungen zu beachten, wie der BFH in der folgenden Entscheidung herausgestellt hat.

Klicken Sie hier und erfahren Sie mehr über die Bestimmung des Gewerbeertrags in solchen Fällen sowie nützliche Hinweise des BFH zur Definition der Mitunternehmerstellung.

Grunderwerbsteuer: Mittelbare Änderung des Gesellschafterbestands einer Personengesellschaft

Mit Urteil vom 27.09.2017 – II R 41/15 hat der BFH seine von der Verwaltungsauffassung abweichende Rechtsprechung fortgeführt. Die Verwaltung folgt nun der Rechtsprechung. Danach gelten folgende Grundsätze.

Klicken Sie hier und sehen Sie die neuen Grundsätze für die Grunderwerbsteuer bei mittelbarer Änderung des Gesellschafterbestands einer Personengesellschaft.

Abzug der Grunderwerbsteuer bei Personengesellschaften als Betriebsausgabe

Die Finanzverwaltung hat neue Maßstäbe für die Behandlung der Grunderwerbsteuer bei Personengesellschaften herausgegeben: Die Grunderwerbsteuer ist sowohl in Fällen der Anteilsvereinigung (§ 1 Abs. 3 GrEStG) als auch in Fällen des Wechsels im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft (§ 1 Abs. 2a GrEStG) als sofort abziehbare Betriebsausgabe/Werbungskosten zu behandeln.

Erfahren Sie hier im Detail, was das Landesamt für Steuern in Niedersachsen zur Grunderwerbsteuer aktuell mitteilt.

Keine Abfärbewirkung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG bei Verlusten

Negative Einkünfte aus einer gewerblichen Tätigkeit führen nicht zur Umqualifizierung der vermögensverwaltenden Einkünfte einer GbR. So hat kürzlich der BFH entschieden und damit der Klägerin im Rechtsstreit mit dem Finanzamt Recht gegeben. Das Besondere: Erstmals setzt sich der BFH mit der Frage auseinander, ob negative Einkünfte zur Abfärbung nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG führen können.

Mit welchen Erwägungen der BFH die Abfärbewirkung verneint hat, lesen Sie im folgenden Beitrag.

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