Ohne Vorwarnung: BFH ändert Rechtsprechung rund um sog. RETT-Blocker

Wie sind Beteiligungsquoten an bzw. über Personengesellschaften zu berechnen? Der Bundesfinanzhof (BFH) hat seine Rechtsprechung rund um die sog. RETT-Blocker ohne Vorwarnung geändert: Auch bei Altfällen soll nun bei Personengesellschaften auf die kapitalmäßige Beteiligung abgestellt werden. Neue Fälle wurden seit einer Gesetzesänderung 2013 bereits so behandelt.

Wir informieren Sie heute über diese spannende BFH-Entscheidung vom 27.9.2017 – lesen Sie jetzt hier weiter.

Interessanter Fall: Bewertung eines KG-Anteils im Rahmen der Erbschaftsteuer

In dem aktuellen Urteil des FG Düsseldorf ging es um die Frage der Bewertung eines KG-Anteils für Zwecke der Erbschaftsteuer. Strittig war hierbei die Frage, ob der positive Kapitalkontenbestand des Gesellschafters, dessen Anteil zu bewerten ist, mit den negativen Kapitalkontensalden anderer Kommanditisten saldiert werden kann. Auch der BFH wird sich möglicherweise demnächst mit diesem Fall beschäftigen.

Wie der Fall ausgegangen ist, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Mitunternehmer bei nur kurzfristiger Kommanditistenstellung?

Mitunternehmer kann auch sein, wer einen Anteil an einer Personengesellschaft erwirbt, um ihn kurze Zeit später weiterzuveräußern. Das hat der BFH in seiner Entscheidung vom 22.6.2017 klargestellt. Ein Gestaltungsmissbrauch ist in dieser Vorgehensweise nicht zu sehen.

Die Gesellschafter hatten ein kompliziertes Vertragswerk für den Verkauf der Kommanditanteile aufgesetzt – die Einzelheiten zum Fall lesen Sie hier.

Vorsicht bei Betriebsübertragung: Nießbrauchsgestaltung führt zur Aufdeckung stiller Reserven

Nießbrauchsgestaltungen sind ein beliebtes Instrument der Vermögensnachfolge. Neben den erbschaft- und schenkungsteuerlichen Themen sind auch die ertragsteuerlichen Folgen zu beachten. Dies wurde zuletzt in einer BFH-Entscheidung deutlich, die viele Anhaltspunkte für die Gestaltungspraxis liefert.

Erfahren Sie hier mehr in unserer Praxisanalyse der BFH-Entscheidung X R 59/14

Nachfolgeklausel einer GbR bei Tod eines Gesellschafters

Eine aktuelle BGH-Entscheidung zeigt mal wieder, wie wichtig eine Nachfolgeklausel für eine Personengesellschaft sein kann. Auch im vorliegenden Fall wäre einer GbR ein Grundbucheintrag über ein Nachlassinsolvenzverfahren erspart geblieben – wäre sie nur ihren Nachweispflichten bezüglich der Nachfolgeklausel nachgekommen.

Welche Entscheidung die BGH-Richter am 13.7.2017- V ZB 136/16 getroffen haben, erfahren Sie hier

Wie wird die Gewerbesteuerermäßigung bei der doppelstöckigen Personengesellschaft ermittelt?

Doppel- und mehrstöckige Personengesellschaften sind oft als Investitionsvehikel in der Immobilienbranche, im Private-Equity-Geschäft oder bei Fonds für erneuerbare Energien anzutreffen.

Wie in diesen Fällen bei unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätzen genau der Steuerermäßigungsbetrag für die Gewerbesteuer bei der Einkommensteuer auf Gesellschafterebene zu erfassen ist, war bisher noch offen. Der BFH hat nun in einem Grundsatzurteil hierzu Stellung genommen.

Erfahren Sie hier, wie die Gewerbesteuerermäßigung bei Personengesellschaften im Detail ermittelt wird.

Anrechnung der Gewerbesteuer bei unterjährigem Gesellschafterwechsel

Mit Urteil vom 14.01.2016 (BStBl II 2016, 875) hat der BFH entschieden, dass für eine Personengesellschaft festgestellte Gewerbesteuermessbeträge bei unterjährigem Ein- oder Austritt von Gesellschaftern auf die am Ende des gewerbesteuerrechtlichen Erhebungszeitraums beteiligten Mitunternehmer aufzuteilen sind.

Erfahren Sie hier mehr in unserer Kompaktanalyse.

Interessantes Urteil zum Unterschied von Anlagevermögen und Umlaufvermögen beim Goldkauf

Dürfen Sie die Anschaffungskosten von Gold als Betriebsausgabe absetzen? Eine Antwort auf diese Frage hat das FG Hessen gegeben: Es kommt darauf an, ob das angeschaffte Gold Anlagevermögen oder Umlaufvermögen ist.

Dieses Urteil nennt wichtige Kriterien für die Abgrenzung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen beim Goldkauf. Erfahren Sie hier mehr.

Finanzielle Eingliederung der umsatzsteuerlichen Organschaft?

Eine Personengesellschaft kann im Rahmen einer umsatzsteuerlichen Organschaft als Organgesellschaft eingegliedert sein – so lautet die aktuelle Rechtsprechung von EuGH und BFH.  Die Urteile betreffen vor allem die finanzielle Eingliederung und sorgten für dringenden Anpassungsbedarf des UStAE. Das BMF hat nun reagiert und greift in dem aktuellen Schreiben die höchstrichterliche Rechtsprechung auf.

Erfahren Sie hier mehr zu den neuen Grundsätzen des BMF.

Folgen Sie uns