Steueränderungsgesetz 2015 beschlossen

Die Bundesregierung hatte am 19.12.2014 im Bundesrat angekündigt, noch offene und zu prüfende Ländervorschläge 2015 in einem weiteren Steuergesetz aufzugreifen. Dazu dient das Steueränderungsgesetz 2015, das im Entwurf noch „Gesetz zur Umsetzung der Protokollerklärung zum Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ hieß.

Lesen Sie hier, welche Änderungen im Umwandlungssteuergesetz, Einkommensteuergesetz und anderen Steuergesetzen demnächst gelten.

Nachhaltigkeit bei gewerblichem Grundstückshandel

Ein Steuerpflichtiger wird nachhaltig tätig, wenn zehn Personengesellschaften, an denen er beteiligt ist, in einer notariellen Urkunde, die eigenständige und voneinander unabhängige Kaufverträge beinhaltet, insgesamt zehn Grundstücke innerhalb von fünf Jahren nach dem jeweiligen Erwerb an acht verschiedene Erwerber-Kapitalgesellschaften veräußern, selbst wenn diese Kapitalgesellschaften jeweils dieselbe Muttergesellschaft haben.

In diesem Fall griffen höchstrichterliche Ausnahmeregelungen, die trotz Veräußerung an „nur einen Erwerber“ eine nachhaltige Tätigkeit begründen.

Share Deals und Umwandlungen: Ersatzbemessungsgrundlage für GrESt-Zwecke ist verfassungswidrig

Die Karten beim Share Deal werden neu gemischt, denn das BVerfG hat die Ersatzbemessungsgrundlage im Grunderwerbsteuerrecht für verfassungswidrig erklärt. Spätestens bis zum 30. Juni 2016 muss der Gesetzgeber eine neue Regelung treffen, die dann rückwirkend zum 1. Januar 2009 gelten wird.

Erfahren Sie hier, warum das BVerfG die Ersatzbemessungsgrundlage bemängelt und nutzen Sie unsere ersten Handlungsempfehlungen.

Ermittlung des in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Veräußerungsgewinns

Der nach Umwandlung einer Kapital- in eine Personengesellschaft gem. § 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG (jetzt § 18 Abs. 3 Satz 2 UmwStG n.F.) i.V.m. § 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehende Gewinn aus der Veräußerung eines Anteils an der Personengesellschaft ist auch dann nicht um den Freibetrag nach § 16 Abs. 4 Satz 1 EStG zu kürzen, wenn in der Person des veräußernden Mitunternehmers die persönlichen Voraussetzungen des § 16 Abs. 4 EStG vorliegen.

Das entschied kürzlich der BFH. Lesen Sie hier in aller Kürze die wichtigsten Infos!

Sonderbetriebsvermögen: Neues BFH-Urteil schafft Klarheit

Der BFH hat seine Rechtsprechung zum Sonderbetriebsvermögen konkretisiert. Demnach ist die Beteiligung eines Kommanditisten an einer Komplementär-GmbH nur dann dem Sonderbetriebsvermögen II zuzurechnen, wenn sie mindestens 10 % beträgt und der Kommanditist Einfluss auf die Geschäftsführung hat. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Gewinnbeteiligung der Komplementär-GmbH außergewöhnlich hoch ist.

Der BFH gibt wichtige Hinweise zum Thema Sonderbetriebsvermögen – Erfahren Sie hier mehr.

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