Verlustverrechnung nach § 15a EStG: Veräußerungsgewinne einer vermögensverwaltenden Immobilien-KG

Der BFH hat mit Urteil vom 2.9.2014 (IX R 52/13) zur Möglichkeit der Verrechnung von nicht ausgeglichenen bzw. nicht abgezogenen Verlusten von Veräußerungsgewinnen bei einer vermögensverwaltenden KG entschieden. Dies gibt Ihnen als Berater größere Flexibilität, wenn es um die Themen Veräußerungen und Reinvestitionen geht.

Warum das so ist, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Problembereich: Abfärbung von gewerblichen Einkünften

Nach der Abfärbung gem. § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG gilt die Tätigkeit einer OHG, KG oder einer anderen Personengesellschaft als Gewerbebetrieb, wenn die Gesellschaft eine gewerbliche Tätigkeit ausübt oder gewerbliche Einkünfte bezieht. Dies kann für die Betriebe zu erheblichen gewerbesteuerlichen Belastungen führen.

Lesen Sie, was Sie nach aktueller Rechtslage Ihren Mandanten raten können.

Entnahme bei Betriebsaufgabe – fehlende Übereignung oder Einbringung von Gegenständen des Unternehmens

Die Entnahme eines Gegenstands durch einen Unternehmer aus seinem Unternehmen für Zwecke, die außerhalb des Unternehmens liegen, wird nach § 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 und Abs. 1b Satz 2 UStG einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt, sofern der Gegenstand oder seine Bestandteile zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben.

Lesen Sie hier unsere Zusammenfassung zum BFH-Urteil vom 21.05.2014 – V R 20/13

Bedeutungsloser Bestimmtheitsgrundsatz: Zur Auslegung von Mehrheitsklauseln in Gesellschaftsverträgen

Eine auf eine Mehrheitsklausel im Gesellschaftsvertrag gestützte Entscheidung einer Personengesellschaft ist formell wirksam, wenn die Auslegung nach allgemeinen Grundsätzen ergibt, dass der Beschlussgegenstand einer Mehrheitsentscheidung unterworfen sein soll. Für die formelle Legitimation ist der Bestimmtheitsgrundsatz, der eine ausdrückliche Auflistung dieser Beschlussgegenstände verlangt, bedeutungslos.

Lesen Sie hier unsere Besprechung zur Entscheidung BGH II ZR 84/13.

Buchwertübertragung nach § 6 Abs. 5 EStG: Keine Sperrfristverletzung bei einer Einmann-GmbH & Co. KG

Wird ein Wirtschaftsgut durch den an einer KG zu 100 % beteiligten Kommanditisten (Situation der sog. Einmann-GmbH & Co. KG) aus dessen Sonderbetriebsvermögen unentgeltlich in das Gesamthandsvermögen derselben KG übertragen, ist für die Übertragung nicht deshalb rückwirkend der Teilwert anzusetzen, weil die KG – bei unveränderten Beteiligungsverhältnissen – das Wirtschaftsgut innerhalb der Sperrfrist des § 6 Abs. 5 Satz 4 EStG veräußert.

Lesen Sie weiter, was das der BFH dazu entschieden hat.

Keine Rückstellung für nur gesellschaftsvertraglich vereinbarte Jahresabschlussprüfung

Wer wie Sie beruflich mit Bilanzen zu tun hat, für den gehören Rückstellungen zum Alltag. Trotzdem ist nicht immer klar, für welche Kosten Rückstellungen gebildet werden dürfen. Im Fall einer gesellschaftsvertraglich vereinbarten Jahresprüfung musste jetzt der BFH entscheiden.

Lesen Sie hier unsere prägnante Kurzbesprechung des BFH-Urteils vom 5.6.2014.

Begriff des Vorabgewinnanteils i.S.d. § 35 EStG

Der Vorabgewinnanteil für einen Gesellschafter ist vor der allgemeinen Gewinnverteilung zu berücksichtigen und reduziert den noch zu verteilenden Restgewinn. Gestritten wurde in einem aktuellen BFH-Fall über folgende Frage: Wirkt eine Gewinnbegrenzung für einen Kommanditisten wie ein Vorabgewinnanteil i.S.d. § 35 EStG oder nicht?

Lesen Sie hier die Antwort und 5 Kernaussagen zum BFH-Urteil IV R 43/11.

§ 6 Abs. 5 EStG: Strenge oder modifizierte Trennungstheorie?

Strenge Trennungstheorie oder modifizierte Trennungstheorie? Der Bundesfinanzhof hat das BMF aufgefordert, einem Revisionsverfahren beizutreten. Dabei ist die Frage zu klären, nach welcher Theorie die teilentgeltliche Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter auf eine Personengesellschaft zu behandeln ist.

Strenge oder modifizierte Trennungstheorie: Lesen Sie hier die Hintergründe zur Rechtsfrage.

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