Besteuerung des Pensionsberechtigten nach Eintritt des Pensionsfalls

Zur steuerlichen Behandlung der Pensionszusage: Wie läuft die Besteuerung des Pensionsberechtigten nach Eintritt des Pensionsfalls? Im folgenen Beitrag sehen Sie die Antwort.

Pensionsanspruch ist bereits versteuert

Mit der Zurechnung von Sonderbetriebseinnahmen beim pensionsberechtigten Gesellschafter bereits in der Phase des Erdienens erfolgt sukzessive eine Versteuerung neben den ggf. der Progression unterliegenden Gewinnanteilen als Gesellschafter, ohne über entsprechende Zahlungen zu verfügen.

 

Die steuerliche Belastung des Gesellschafters ist evident, allerdings wird er später über einen bereits versteuerten Pensionsanspruch verfügen. Nach Eintritt des Pensionsfalls handelt es sich bei der Pensionszahlung in Höhe der Differenz zwischen Auszahlung und Barwertabbau Sonderbetriebseinnahmen und damit aus der Sicht des Gesellschafters ggf. auch seiner Hinterbliebenen um Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Das gilt auch dann, wenn der Pensionsberechtigte als Gesellschafter ausgeschieden sein sollte (§ 15 Abs. 1 Satz 2 EStG). Sollte der aus der Personengesellschaft bereits ausgeschiedene Pensionsberechtigte vorzeitig versterben, ist der Aktivposten in der Sonderbilanz gewinnmindernd aufzulösen.

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Sonderbilanz ist fortzuführen

Die Sonderbilanz ist für den pensionsberechtigten ehemaligen Gesellschafter, ggf. auch für seine Hinterbliebenen, fortzuführen,[1] und deren Ergebnis ist in die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns (weiterhin) einzubeziehen. Der Pensionsberechtigte bleibt insoweit Feststellungsbeteiligter. Einwendungen gegen die Zurechnung der Pension dem Grunde und/oder der Höhe nach müssen sich deshalb nicht gegen den Einkommensteuerbescheid richten, sondern gegen den Feststellungsbescheid als Grundlagenbescheid.

[1] BFH, Urt. v. 06.03.2014 – IV R 14/11, BStBl II, 624.

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